Die Integration und Teilhabe benachteiligter Kinder und Jugendlicher an kulturellen Bildungsangeboten ist Kern unserer gesamten Vereinsarbeit. Dabei legen wir großen Wert auf Würde und einen respektvollen Umgang mit allen Beteiligten – unabhängig von Herkunft, Kultur oder musikalischem Talent. Demokratische Prinzipien wie Selbstbestimmung und gegenseitiger Respekt innerhalb der Gruppe sind uns ebenso wichtig wie die Vermittlung musikalischer Fähigkeiten. So schaffen wir Räume, in denen jede:r gehört wird, sich einbringen kann und persönliche Stärken entfalten darf.
Die Musikwerkstätten sind das am häufigsten genutzte Angebot unseres Programms. Sie finden nachmittags an fünf Grundschulen und einer Gesamtschule statt. Sämtliche Angebote finden außerhalb des Unterrichts statt. Derzeit werden mehr als 300 Kinder pro Woche durch neun Dozent*innen mit diversen kulturellen Hintergründen erreicht.
Ferienaktionen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Angebots. Dank verschiedener Förderungen können wir vier- bis sechsmal jährlich mehrtägige Ferienangebote in unterschiedlichen Bereichen der kulturellen Bildung durchführen. Auf dem Tagesprogramm stehen Trommeln in der Gruppe, Singen, Tanzen, Instrumente bauen, Musik produzieren mit iPads, Podcasts erstellen, eigene Musik erfinden, Geschichten vertonen und vieles mehr.
Konzerte sind ebenso ein wichtiger Bestandteil der Arbeit, da diese die Wertschätzung und Selbstwirksamkeit jedes einzelnen beteiligten Kindes in hohem Maße befördern. Konzerte und Auftritte finden etwa 20 mal jährlich statt – am Rathaus Kray, im Volksgarten oder am Kiwitt-spielplatz, in den Schulen, am Julius-Leber Haus oder am Bürgerhaus Oststadt.
Auch Kooperationsprojekte finden regelmäßig statt. Ein Höhepunkt des Jahres für die Kinder der Joachimschule ist ein dreimonatiges Projekt, das in einem einstündigen Kinderkonzert an der Folkwang Universität der Künste gipfelt. Studierende der Musikpädagogik planen und leiten dabei fast alle Aspekte der Produktion: Liedauswahl und -arrangements, Handlung für die Moderationstexte, Sprachrollen, Werbung und die Leitung der Kindergruppen.
Ensemblearbeit und Musikgruppen spielen eine wachsende Rolle in unserem Programm. Derzeit gibt es drei unterschiedliche Gruppen, die häufig bei Veranstaltungen im Stadtteil und darüber hinaus auftreten.
Die musikalische Arbeit mit jungen, häufig unbegleiteten Geflüchteten ist seit fünf Jahren ein fester Bestandteil unseres Angebots – im Übergangswohnheim Grimbergstraße oder in der Beratungsstelle Plan B. Für viele dieser jungen Menschen, die auf ihrer Flucht fast alles hinter sich lassen mussten, bietet Musik eine Möglichkeit, sich selbst wiederzufinden und neue Kraft zu schöpfen. Sie ist zugleich Zufluchtsort, Ausdrucksmittel und eine Form der Therapie, die hilft, Erlebtes zu verarbeiten und Vertrauen in die eigene Stimme zurückzugewinnen.







